© by Christine Lang
© by Christine Lang

Am Anfang stand die Zukunft.

 

Als Teenager war ich ein begeisterter Fan der Science Fiction-Serie „Perry Rhodan“. Ich war sogar so begeistert, dass ich nicht nur las, sondern auch eigene Stories erfand. Heute nennt sich das Fan Fiction. Damals hieß es Kurzgeschichten-Wettbewerb. Zwei der Geschichten, die ich zu solchen Wettbewerben einreichte, erhielten jeweils den Ersten Preis. Für mich stand damit fest: Die Tür in ein Leben als Autor war weit offen.

 

Zunächst führte mich die offene Tür ins SF-Fandom, wo ich mich mehrere Jahre als Autor, Grafiker, Redakteur und Mitherausgeber von Fan-Magazinen beschäftigt hielt. Meine Mitstreiter waren unter anderem Andreas Eschbach, der heute als Autor von Öko- und Politthrillern Bestsellerstatus genießt, und Klaus N. Frick, mittlerweile der Chefredakteur der „Perry Rhodan“-Serie.

 

Danach kam die Vergangenheit.

 

Mitte der Neunziger Jahre interessierte ich mich mehr für historische Stoffe als für Science Fiction. Meine Freude am Schreiben war weiterhin ungebrochen, und so versuchte ich mich an einem mittelalterlichen Kriminalroman – einer Hommage an Raymond Chandler, der als Autor nach wie vor eines meiner Vorbilder ist. Aus diesem Manuskript wurde nach etlichen grundlegenden Änderungen mein erster historischer Roman: DER TUCHHÄNDLER, eine mittelalterliche Detektivgeschichte zur Zeit der Landshuter Fürstenhochzeit.

 

Der Roman erschien 1997, brachte es auf zehn Auflagen in einer Gesamtzahl von über 500.000 Exemplaren und wird noch heute erfolgreich verkauft. Seit einiger Zeit ist auch von einer Verfilmung die Rede.

 

Der sofortige Erfolg des TUCHHÄNDLERs führte zu einer langjährigen und auch heute noch bestehenden Zusammenarbeit mit Bastei Lübbe. Darüber hinaus bin ich mit Krimis und einer als Trilogie angelegten großen deutschen Familiengeschichte bei Ullstein unter Vertrag sowie mit historisch-fantastischen Jugendbüchern bei Ravensburger und Baumhaus. Historische und populärwissenschaftliche Fachartikel veröffentliche ich bei PM History und PM Perspektive.

 

In meinen Bemühungen unterstützt werde ich vom besten Literaturagenten der Welt: Bastian Schlück! Ohne ihn wären meine besten Romane nie geschrieben worden. Danke, Bastian, für alles - und für Deine Freundschaft!

 

Und wie sieht es in der Gegenwart aus?

 

Meine Romane sind in 14 Sprachen weltweit übersetzt und haben eine Gesamtauflage von 1,5 Millionen Exemplaren (Stand 2017). Meine Heimatstadt Landshut hat mir 2003 als erstem Autor überhaupt den Kulturförderpreis verliehen und widmete meinen Werken 2006 die Jubiläumsfolge der Landshuter Literaturtage. Seit 2017 bin ich außerdem stolzer Preisträger des Goldenen Homer.

 

Den größten und wichtigsten Gewinn überhaupt hat mir allerdings niemand verliehen. Den hat mir das Glück einfach so ins Haus gebracht: Meine Frau Christine, die nicht nur eine der begehrtesten und talentiertesten Portraitfotografinnen der Welt ist, sondern auch meine große Liebe.